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flirrende Hitze

in schmalen Gassen der Stadt

und kühle Hoffnung



großes Tor mit Rost

Urbankreativität

Künstler und Tapas



Gitarrenklänge

vom Marktplatz durch das Fenster

und Kinderlachen



schwirrende Pfeile

lang, mit buntem Gefieder

den Flug nicht hindern



lauer Abendwind

weht erste Blätter hinweg

Herbstanwandlungen 



bin Teil von allem

sein, tun, hoffen und bangen

während meiner Zeit


 
13.08.

links, rechts, gut, böse

Schubladen zu, Schlüssel weg

einsame Mauern


 18.06.

selbst wenn man strandet

die Wellen rauschen weiter

immer und immer


 18.06.

ich bin, wir sind, hier

eins unterm Wolkenhimmel

getrennt durch Worte


 17.06.

sprechen, zuhören

doch die Worte verhallen

im Geschrei der Welt



 19.01.


sachte schneebetupft

anmutig, wie neu erblüht

und doch vergangen


 
13.11.

Tageserwachen

munteres Vogelsingen

Frühstücksplauderei


 
13.11.

Wintergefühle

im dichten Graupelschauer

letzte Herbsttage


 
13.11.

frei und ohne Scheu

federleichte Luftsprünge

kindlicher Frohmut


 
13.11.

nach dem Herbstregen

tropfenbenetzte Blätter

glitzern sonnenfrisch


 
13.11.

geschmeidig rauschend

unaufhaltsam zum Meer hin

der Weg des Flusses


 
13.11.

feste Steinmauern

bewegter Wasserspiegel

ein lustiger Tanz


 
13.11.

warme Herbstsonne

die Trauben bereits im Fass

goldgelbes Weinblatt


 

6.11.

wenn die Herbstsonne

morgens durch die Bäume scheint

ist es schon recht frisch



 
6.11.

alter Baum am Weg

bestimmt ein weiser Baumgeist

lange vor uns hier


 

06.11.

im frühen Nebel

sanft der neue Tag erwacht

Grenzen nicht sichtbar





24.2.

und zu jeder Zeit

neben Sturm und Gewitter 

Sanftmut und Liebe


 19.02.

und manchmal denkt man

ist dies der richtige Weg? 

und fragt leis sein Herz


 18.02.

Wind bläst übers Feld

Wolken ziehen ohne Halt

einfach so dahin


 15.2.

warmer Sonnenschein 

Enten schwimmen stromaufwärts 

ein Platz am Ufer 


 13.2.

am kleinen Tümpel

im Wäldchen an der Straße

vom Schilf verborgen


 11.2.

Vogelgezwitscher 

in kahlen Winterbäumen 

sonst nur noch der Wind


  9.2.

zart und vielgestalt

Autoscheibe hübsch verziert

Eisblumenwinter


 7.2.

eisiger Morgen

glitzernder Frost am Feldrand

mein Atem sichtbar


 6.2.

schau doch, der Nachtfrost

verzaubert des Wassers Fluss

in ein kaltes Kleid


 5.2.

stiller Atemfluss 

ohne Bestimmung, nur sein 

das Dach knarrt im Wind 


  3.2.

Regengetrommel

munteres Pfützenspringen

Vogelgezwitscher

 
 1.2.

die Kirchturmspitze

strebt bodenschwer himmelwärts

Vögel fliegen leicht


 31.1.

kraftvolles Rauschen

unaufhaltsames Fließen

weich und geschmeidig


 29.1.

stiller Wintertag

sanft grau-gefleckter Himmel

vielleicht morgen Schnee?


 28.1.

der Weg schlängelt sich

voll Augenblicksgeflimmer

unendlich im Kreis


  27.1.

bunte Stadtgassen

ein Pferd schaut aus dem Fenster

sanfter Blick auf uns


 26.1.

am stillen Wasser

kopfgestellte Gegenwart

Perspektivwechsel


 24.1.

über Land noch weiß

ein leichtes Kleid voll Frische

mich fröstelt etwas


 23.1.

mitten im Nebel

vorn und hinten nicht sichtbar

nur noch Gegenwart


 21.1.

Flocken wirbeln wild

hüllen ein in weißes Kleid

keine Schatten mehr 


 20.1.

kleine Vogelschar 

flügelt scheu vom Ufer auf

den Fluss stört es nicht


19.1.

wärmende Sonne

Schneekleid schmilzt tropfend vom Ast

so schnell vergangen

 


 18.1.

leise fällt der Schnee

legt sich sanft auf Strauch und Weg

winterweiches Licht


 16.1.

sanfter Wolkenzug

blauweiss gefleckter Himmel

Winterjasmin blüht


 15.1.

Stille in der Stadt

Regen flüstert leises Lied

Wasserpfützentag


 13.1.

Nieselregentag

Sonne wacht heut später auf 

badet in Pfützen 


 12.1.

nassgrauer Himmel

kleine Möwe tanzt im Flug

Regenmelodie


 11.1.

hinterm Horizont

Kirchturmglocken kaum hörbar

der Himmel so groß


 10.1.

eine Bank im Wald

nimm Platz, müder Wanderer

egal, wer du bist


 9.1.

die Schaufensterwelt

spiegelt unsere Schatten

innen und außen


 8.1.

ein tiefes Schnurren

Vogelgezwitscher und Wind

so schön warm im Haus


 7.1.

kein Stern am Himmel

dunkel liegt die Stadt und schläft

doch da, Mondeslicht


 6.1.

kurzes Halten noch

dann fällt der kleine Tropfen

vergnügt ins Gras


 5.1.

auf Pfeiles Spitze

Vogel schaut über den Fluss

ein Baum da drüben?


 4.1.

am Fluss, Wind im Haar

Gras tanzt mit nassen Füßen

Treibholz fließt davon